Kaufnebenkosten
Kaufnebenkosten sind alle Kosten beim Immobilienkauf zusätzlich zum Kaufpreis — Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und ggf. Maklerprovision. Zusammen meist 10–15 % des Kaufpreises.
Definition
Kaufnebenkosten entstehen obligatorisch bei jedem Immobilienkauf und können nicht verhandelt werden (außer der Maklerprovision). Sie bestehen aus: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten (~1–1,5 %), Grundbuchgebühren (~0,5 %), Maklerprovision (0–3,57 %, seit 2020 hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt). In Summe kommen typischerweise 10–15 % des Kaufpreises zusammen.
Berechnungsbeispiel
Kaufpreis 250.000 €, Bayern (GrESt 3,5 %), mit Makler (3,57 % = 1,785 % für Käufer).
GrESt: 8.750 € + Notar/Grundbuch: 3.750 € + Makler: 4.463 € = Nebenkosten gesamt: ca. 16.963 € (6,8 %)
Was du als Investor wissen solltest
Kaufnebenkosten müssen in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden — Banken finanzieren sie selten. Sie erhöhen den Einsatz und senken damit die EK-Rendite. Tipp: Kaufe ohne Makler (direkt vom Eigentümer) und spare 1,785–3,57 % des Kaufpreises. Das sind bei 300.000 € immerhin 5.355–10.710 €.
Bedeutung für Kapitalanleger
Kalkuliere die Kaufnebenkosten immer als Teil deines EK-Bedarfs. Bei 20 % Eigenkapital auf den Kaufpreis plus 12 % Nebenkosten brauchst du insgesamt 32 % des Kaufpreises als Eigenkapital — erheblich mehr als viele Einsteiger einplanen.