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Wohnung kaufen und vermieten: Lohnt es sich?

Eine Eigentumswohnung kaufen und vermieten — der klassische Einstieg in die Immobilieninvestition. Doch bevor du eine Entscheidung triffst: Was musst du als Vermieter wissen? Welche Rechte und Pflichten hast du? Und rechnet sich das überhaupt? Dieser Guide gibt dir einen praxisnahen Überblick.

Kurzantwort

Lohnt es sich, eine Wohnung zu kaufen und zu vermieten?

Es lohnt sich, wenn der Kaufpreisfaktor unter 25 liegt (Bruttomietrendite über 4 %), die Lage stabile Mietnachfrage hat und die Nettomietrendite die Finanzierungskosten übersteigt. Als Vermieter profitierst du von AfA-Abschreibung, steuerlich absetzbaren Zinsen und steuerfreiem Verkauf nach 10 Jahren.

  • →Kaufpreisfaktor unter 25 = potenziell rentabel
  • →Bonitätsprüfung des Mieters ist Pflicht (SCHUFA + Einkommensnachweise)
  • →Nicht umlagefähiges Hausgeld reduziert den monatlichen Cashflow
  • →Mietpreisbremse: In vielen Städten max. 10 % über ortsüblicher Vergleichsmiete
  • →Liquiditätsreserve: 3–6 Monatskaltmieten als Puffer einplanen

Inhaltsverzeichnis

  1. 1. Rechnet es sich?
  2. 2. Rendite sofort berechnen
  3. 3. Rechte und Pflichten als Vermieter
  4. 4. Den richtigen Mieter finden
  5. 5. Miethöhe und Mietpreisbremse
  6. 6. Steuern als Vermieter
  7. 7. Häufige Fehler bei Erstinvestoren
  8. 8. Häufige Fragen

1. Rechnet es sich?

Die kurze Antwort: Ja — wenn du das richtige Objekt zum richtigen Preis in der richtigen Lage kaufst. Die längere Antwort hängt von drei Faktoren ab:

Kaufpreisfaktor

Der Kaufpreisfaktor (Kaufpreis / Jahreskaltmiete) sollte idealerweise unter 25 liegen. Bei einem Faktor von 20 = 5 % Bruttomietrendite. Faktor 30 = 3,3 % — in der aktuellen Zinsumgebung schwer zu rechtfertigen ohne überzeugendes Wertsteigerungsargument.

Finanzierungskosten

Bei aktuellen Zinsen (4–5 % p.a.) muss die Nettomietrendite mindestens den Zinssatz übersteigen, damit kein dauerhaft negativer Cashflow entsteht. Das ist in A-Lagen aktuell kaum realisierbar.

Zeithorizont

Immobilien sind ein langfristiges Investment. Der steuerfreie Verkauf nach 10 Jahren und historische Wertsteigerungen von 2–4 % p.a. machen sie auch bei anfänglich schmalem Cashflow rentabel — wenn der Zeithorizont stimmt.

2. Rendite sofort berechnen

Gib die Daten deines Wunschobjekts ein und sieh sofort, ob es renditetechnisch interessant ist:

Renditerechner

Brutto- und Nettomietrendite berechnen

Grunderwerbsteuer, Notar, Makler etc.

Verwaltung, Instandhaltung, Leerstand etc.

Bruttomietrendite
—
Jahresmiete ÷ Kaufpreis × 100
Nettomietrendite
—
(Jahresmiete − Kosten) ÷ Gesamtinvestition × 100
Mietmultiplikator
—
Kaufpreis ÷ Jahresmiete (auch: Vervielfältiger)

Für die vollständige Analyse inklusive Finanzierung: Cashflow Rechner öffnen

3. Rechte und Pflichten als Vermieter

Das deutsche Mietrecht schützt primär die Mieter. Als Vermieter musst du das kennen, bevor du deinen ersten Mietvertrag unterschreibst.

Deine Pflichten

  • • Wohnung in bewohnbarem Zustand halten
  • • Mängel innerhalb angemessener Frist beseitigen
  • • Jährliche Betriebskostenabrechnung erstellen
  • • Privatsphäre des Mieters respektieren
  • • Keine Diskriminierung bei Vergabe
  • • Mietkaution ordnungsgemäß anlegen

Deine Rechte

  • • Pünktliche Mietzahlung einfordern
  • • Miete an Mietspiegel anpassen (max. 20 % in 3 Jahren)
  • • Kündigung bei Zahlungsverzug oder Eigenbedarf
  • • Besichtigung mit Ankündigung (24h)
  • • Modernisierungsumlage (8 % der Kosten p.a.)
  • • Mietkaution (max. 3 Kaltmieten)

4. Den richtigen Mieter finden

Die Mieterauswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen. Ein schlechter Mieter kann jahrelange Probleme bedeuten — Zahlungsausfälle, Schäden, Rechtsstreitigkeiten.

Diese Unterlagen solltest du anfordern:

  • ✓ SCHUFA-Auskunft (nicht älter als 3 Monate)
  • ✓ Einkommensnachweise der letzten 3 Monate
  • ✓ Vormieterbestätigung (Mietschuldenfreiheit)
  • ✓ Selbstauskunft des Mieters

Faustregel: Die Kaltmiete sollte maximal 30 % des Nettoeinkommens des Mieters betragen. Bei einem Nettoeinkommen von 3.000 € sollte die Kaltmiete nicht über 900 € liegen. Wähle immer einen Mieter, dessen Bonität du auch nach negativem Leerstand noch überprüft hast.

5. Miethöhe und Mietpreisbremse

In vielen deutschen Städten gilt die Mietpreisbremse: Bei Neuvermietung darf die Miete maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen (Mietspiegel).

Wo gilt die Mietpreisbremse?

In allen Gebieten, die von den Bundesländern als angespannte Wohnungsmärkte ausgewiesen wurden — das betrifft die meisten deutschen Großstädte (Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf etc.). Prüfe für deine Stadt die aktuelle Verordnung.

Ausnahmen von der Mietpreisbremse

Neubauten (Erstbezug nach Oktober 2014), umfassend sanierte Wohnungen und Wohnungen mit Vormiete über der Bremse sind ausgenommen. Prüfe bei jedem Objekt den aktuellen Mietstand und Vormiete.

Staffel- und Indexmiete

Staffelmiete: Vertraglich vereinbarte jährliche Mieterhöhungen — planbare Einnahmensteigerung. Indexmiete: Miete ist an den Verbraucherpreisindex gekoppelt — schützt vor Inflation, kann aber in Deflationsphasen sinken.

6. Steuern als Vermieter

Mieteinnahmen sind steuerpflichtig — aber mit erheblichen Abzugsmöglichkeiten:

Einnahmen / KostenSteuerlich
Kaltmiete+ Einnahmen (steuerpflichtig)
Hypothekenzinsen− Werbungskosten (absetzbar)
AfA (2–3 % des Gebäudewerts)− Werbungskosten (absetzbar)
Hausgeld (nicht umlagefähig)− Werbungskosten (absetzbar)
Verwaltungskosten− Werbungskosten (absetzbar)
Reparaturen (Erhaltungsaufwand)− Sofort absetzbar
Tilgungsanteil der RateNicht absetzbar
Verkaufsgewinn nach 10 JahrenSteuerfrei (Spekulationsfrist)

Empfehlung: Nutze einen Steuerberater, der auf Vermieter spezialisiert ist. Die Beratungskosten sind selbst als Werbungskosten absetzbar.

7. Häufige Fehler bei Erstinvestoren

  1. 1

    Kaufpreis nicht verhandeln

    Viele Erstinvestoren zahlen den Listenpreis. In der aktuellen Marktphase (2026) sind 5–15 % Preisverhandlungsspielraum oft möglich — besonders bei länger insertierten Objekten.

  2. 2

    WEG-Protokolle nicht prüfen

    Die Protokolle der letzten 3 WEG-Versammlungen zeigen geplante Sanierungen, laufende Streitigkeiten und die finanzielle Gesundheit der Gemeinschaft. Viele Käufer lesen sie nicht.

  3. 3

    Hausgeld unterschätzen

    Das Hausgeld wirkt auf den ersten Blick niedrig — aber der nicht umlagefähige Anteil (Verwaltung, Rücklage) belastet direkt den Cashflow. Immer die Einzelpositionen prüfen.

  4. 4

    Kaufnebenkosten nicht einkalkulieren

    Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler kosten 10–15 % des Kaufpreises — und müssen aus Eigenkapital bezahlt werden. Viele Einsteiger unterschätzen dies.

  5. 5

    Mieter überstürzt auswählen

    Der Druck, schnell zu vermieten, verführt zur überstürzten Mieterauswahl. Ein schlechter Mieter kostet mehr als 3 Monate Leerstand. Nimm dir Zeit für die Bonitätsprüfung.

  6. 6

    Keine Liquiditätsreserve

    Plane immer 3–6 Monatskaltmieten als Liquiditätsreserve ein — für Leerstand, Reparaturen und unvorhergesehene Sonderumlagen der WEG.

8. Häufige Fragen

Lohnt es sich, eine Wohnung zu kaufen und zu vermieten?
Ja — wenn Kaufpreisfaktor (unter 25), Lage (stabile oder wachsende Nachfrage) und Finanzierung (Nettomietrendite über Zinssatz) stimmen. In B-Lagen sind 4–5 % Bruttomietrendite realistisch.
Was sind die Pflichten als Vermieter?
Wohnung in bewohnbarem Zustand halten, Mängel beseitigen, Betriebskostenabrechnung erstellen, Privatsphäre des Mieters respektieren, Mietrecht einhalten.
Welche Steuern muss ich als Vermieter zahlen?
Mieteinnahmen sind einkommensteuerpflichtig — aber nach Abzug von Zinsen, AfA, Hausgeld und Verwaltungskosten oft erheblich reduziert. Nach 10 Jahren Haltedauer ist der Verkaufsgewinn steuerfrei.
Wie hoch sollte die Miete sein?
Orientiere dich am Mietspiegel. In Gebieten mit Mietpreisbremse maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Bei Staffelmiete kannst du jährliche Erhöhungen vertraglich vereinbaren.
Was passiert, wenn der Mieter nicht zahlt?
Nach zwei Monatsmieten Rückstand: fristlose Kündigung möglich. Räumungsverfahren dauert 6–18 Monate. Rechtsschutzversicherung mit Mietrechtsbaustein ist empfehlenswert.

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