Kaufnebenkosten Rechner – Alle Kosten beim Immobilienkauf berechnen
Beim Immobilienkauf kommen neben dem Kaufpreis erhebliche Nebenkosten hinzu. Je nach Bundesland und Makler summieren sich Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklercourtage auf 8,5 bis 15 Prozent des Kaufpreises.
Kaufnebenkostenrechner
Alle Kosten beim Immobilienkauf berechnen
Käuferanteil (max. 50% der Gesamtprovision)
Formel
- Grunderwerbsteuer:
- 3,5–6,5% des Kaufpreises je nach Bundesland
- Notarkosten:
- Ca. 1,5% des Kaufpreises (gesetzlich geregelt)
- Grundbuchkosten:
- Ca. 0,5% des Kaufpreises
- Maklercourtage:
- 0–3,57% (Käuferanteil, wenn Makler beteiligt)
Welche Kaufnebenkosten gibt es?
**Grunderwerbsteuer**: Der größte Posten. Je nach Bundesland zwischen 3,5% (Bayern, Sachsen) und 6,5% (NRW, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Saarland). Bei einem Kaufpreis von 300.000 € macht das zwischen 10.500 € und 19.500 € Unterschied. **Notarkosten**: Für die Beurkundung des Kaufvertrags werden ca. 1–1,5% des Kaufpreises fällig. Der Notar ist gesetzlich vorgeschrieben und die Kosten sind geregelt (GNotKG). **Grundbuchkosten**: Für die Eintragung des neuen Eigentümers und der Grundschuld ca. 0,3–0,5% des Kaufpreises. **Maklercourtage**: Seit 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision – der Käuferanteil beträgt maximal 50% der Gesamtprovision (üblicherweise 3–3,57% inkl. MwSt.).
Warum Kaufnebenkosten aus Eigenkapital finanzieren?
Kaufnebenkosten stellen keinen Sachwert dar – sie erhöhen weder den Marktwert der Immobilie noch werden sie steuerlich (bei Selbstnutzung) direkt berücksichtigt. Bei vermieteten Immobilien werden sie über die AfA über 50 Jahre abgeschrieben. Für die Rendite bedeutet das: Die Nebenkosten müssen erst erwirtschaftet werden, bevor der erste Cent Gewinn entsteht. Bei 300.000 € Kaufpreis und 12% Nebenkosten (36.000 €) – bei einer Nettomietrendite von 4% dauert das allein durch Mieteinnahmen über 3 Jahre. Deshalb empfehlen erfahrene Investoren: Kaufnebenkosten immer aus Eigenkapital finanzieren.
ETW in Köln (NRW)
- Kaufpreis
- 350.000 €
- Grunderwerbsteuer NRW (6,5%)
- 22.750 €
- Notarkosten (~1,5%)
- 5.250 €
- Grundbuchkosten (~0,5%)
- 1.750 €
- Maklercourtage (3,57% Käuferanteil)
- 12.495 €
Ohne Makler: 29.750 € (8,5%) – der Makler macht fast ein Drittel der Nebenkosten aus.
Häufige Fragen
- Wie hoch sind die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf?
- Je nach Bundesland und ob ein Makler involviert ist: 8,5% (Bayern ohne Makler) bis ca. 15% (NRW/Schleswig-Holstein mit Makler) des Kaufpreises. Bei 300.000 € Kaufpreis sind das 25.500 € bis 45.000 € an Nebenkosten.
- Welches Bundesland hat die höchste Grunderwerbsteuer?
- Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein erheben mit 6,5% die höchste Grunderwerbsteuer. Bayern und Sachsen haben mit 3,5% die niedrigste. Der Unterschied bei 400.000 € Kaufpreis: 14.000 € (Bayern) vs. 26.000 € (NRW) – ein Unterschied von 12.000 €.
- Sind Kaufnebenkosten steuerlich absetzbar?
- Bei vermieteten Immobilien werden die Nebenkosten dem Anschaffungswert zugerechnet und über die AfA (2% p.a. über 50 Jahre) abgeschrieben. Bei selbstgenutzten Immobilien sind Kaufnebenkosten grundsätzlich nicht von der Steuer absetzbar.