Anschlussfinanzierung
Die Anschlussfinanzierung ist die Refinanzierung einer Immobilie nach Ablauf der Zinsbindung — oft mit einem neuen Zinssatz und ggf. einer anderen Bank.
Definition
Nach Ablauf der Zinsbindung muss das Darlehen (soweit noch eine Restschuld besteht) neu finanziert werden. Das ist die Anschlussfinanzierung. Sie kann bei der bestehenden Bank (Prolongation) oder bei einer anderen Bank (Umschuldung) erfolgen. Die Konditionen hängen dann vom aktuellen Zinsniveau ab — das bedeutet Risiko, aber auch Chance.
Was du als Investor wissen solltest
Banken bieten ab 12 Monate vor Ablauf der Zinsbindung neue Konditionen an — das ist der früheste Zeitpunkt, ein Forward-Darlehen abzuschließen (Zinssicherung für die Zukunft, mit geringem Aufschlag). Vergleiche immer mehrere Angebote — die Prolongation der Hausbank ist selten das günstigste Angebot. Moderne Vergleichsportale (Dr. Klein, Interhyp) bieten schnell einen Marktüberblick.
Bedeutung für Kapitalanleger
Die Anschlussfinanzierung ist einer der kritischsten Momente in der Immobilieninvestition. Bereite dich 12–18 Monate vorher vor, vergleiche Angebote und erwäge Forward-Darlehen in Phasen steigender Zinsen.