Hausgeld
Das Hausgeld ist der monatliche Beitrag, den Wohnungseigentümer an die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zahlen — für Betriebskosten und Instandhaltungsrücklage.
Definition
Das Hausgeld deckt alle gemeinschaftlichen Kosten einer Eigentumswohnung ab: Versicherungen, Hausmeister, Treppenhausreinigung, Wasser/Abwasser der Gemeinschaftsflächen, Heizung/Aufzug sowie die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. Ein Teil des Hausgelds ist auf Mieter umlagefähig (Betriebskosten), ein Teil nicht (Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklage).
Berechnungsbeispiel
Monatliches Hausgeld 400 €: davon 250 € umlagefähig (Betriebskosten), 150 € nicht umlagefähig (Verwaltung 60 € + Rücklage 90 €).
Effektive Kostenbelastung für Vermieter: 150 €/Monat — reduziert den Cashflow entsprechend.
Was du als Investor wissen solltest
Typisches Hausgeld liegt bei 2,50–4,00 €/m² pro Monat. Bei einer 60-m²-Wohnung wären das 150–240 €. Ältere Gebäude mit Aufzug, Tiefgarage oder großem Garten haben oft höhere Hausgelder. Wichtig beim Kauf: Prüfe das Hausgeld und die Höhe der Instandhaltungsrücklage. Ein zu niedriges Hausgeld kann auf unzureichende Rücklagen hinweisen und zukünftige Sonderumlagen ankündigen.
Bedeutung für Kapitalanleger
Das Hausgeld ist eine der häufigsten Überraschungen für neue Immobilien-Investoren. Plane den nicht umlagefähigen Anteil (ca. 30–40 % des Hausgelds) als fixe monatliche Kostenposition ein.