Eigenkapitalrendite Rechner Immobilien – EK-Rendite berechnen
Die Eigenkapitalrendite zeigt, wie effizient dein eingesetztes Eigenkapital arbeitet. Im Gegensatz zur Mietrendite bezieht sie sich nur auf das tatsächlich investierte Eigenkapital – nicht auf den Gesamtkaufpreis.
Nutze unseren vollständigen Rechner für diese Berechnung:
Eigenkapitalrendite berechnen (inkl. IRR) → öffnen →Formel
- Jahres-Cashflow:
- Monatlicher Cashflow × 12 (nach Finanzierungskosten)
- Eingesetztes Eigenkapital:
- Eigenkapital + Kaufnebenkosten
Eigenkapitalrendite vs. Objektrendite
Die Objektrendite (oder Gesamtkapitalrendite) berechnet sich aus dem Nettomietertrag im Verhältnis zur Gesamtinvestition (Kaufpreis + Nebenkosten). Sie ignoriert die Finanzierungsstruktur. Die Eigenkapitalrendite hingegen misst die Rendite auf das tatsächlich eingesetzte Kapital. Da Immobilien meist fremdfinanziert werden, weicht sie erheblich von der Objektrendite ab – in beide Richtungen (Leverage-Effekt). Beispiel: Objektrendite 4%, Darlehenszins 3,5% → Eigenkapitalrendite bei 20% EK-Quote: ~6–8% (positiver Leverage). Bei Objektrendite 3%, Zins 3,5% → negativer Leverage: Eigenkapitalrendite sinkt unter Objektrendite.
Der IRR als bessere Alternative
Die einfache Eigenkapitalrendite aus Cashflow / EK ist eine Momentaufnahme. Der IRR (Internal Rate of Return) ist die überlegene Kennzahl: Er berücksichtigt den Zeitwert des Geldes, Mieterhöhungen über die Haltedauer, Tilgung und steigende Cashflows sowie den Verkaufserlös am Ende der Haltedauer. Unser Cashflow-Rechner berechnet automatisch den IRR über 10–30 Jahre – die umfassendste Messgröße für die Eigenkapitalrendite.
Leverage-Effekt: 20% vs. 40% Eigenkapital
- Kaufpreis
- 300.000 €
- Szenario A: 20% EK + NK
- 90.000 €
- Szenario B: 40% EK + NK
- 150.000 €
- Jährlicher Cashflow (A)
- 2.400 €
- Jährlicher Cashflow (B)
- 4.800 €
Der IRR über 20 Jahre (inkl. Wertsteigerung) ist bei A deutlich besser durch den Leverage-Effekt.
Häufige Fragen
- Was ist eine gute Eigenkapitalrendite bei Immobilien?
- Als laufende Cashflow-Rendite auf EK: 3–6% p.a. gilt als gut. Als IRR (Gesamtrendite über Haltedauer): 6–10% gilt als gut bis sehr gut. Der IRR ist die aussagekräftigere Kennzahl, da er alle Faktoren über die Haltedauer einbezieht.
- Wie wirkt sich der Leverage-Effekt auf die Eigenkapitalrendite aus?
- Wenn die Objektrendite über dem Darlehenszins liegt, erhöht jeder fremdfinanzierte Euro die Eigenkapitalrendite. Bei Objektrendite 5% und Zins 3,5%: Mit 20% EK ist die EK-Rendite höher als mit 40% EK. Der Effekt dreht sich um, wenn der Zins über der Objektrendite liegt.