Die drei Eigenkapital-Schwellen
Du bekommst die besten Zinskonditionen. Viele Banken bieten bei 30% EK einen Rabatt von 0,3–0,5% gegenüber 20% EK. Das macht bei 300.000 € über 25 Jahre ~15.000 € Unterschied.
Standard-Konditionen bei den meisten Banken. Du wirst finanziert — ohne Zinsaufschlag. Das ist die Mindestquote, bei der Banken ohne Diskussion ja sagen.
Möglich, aber mit Aufschlag (i.d.R. 0,3–0,8% mehr Zins). Manche Banken fordern Zusatzsicherheiten. Prüfe, ob du lieber länger sparst oder ein günstigeres Objekt kaufst.
Was als Eigenkapital gilt — und was nicht
✅ Anerkannte Eigenkapitalquellen
- • Bankguthaben & Tagesgeld
- • Wertpapierdepot (liquide Positionen)
- • Bausparvertrag (wenn zuteilungsreif)
- • Wohnriester-Guthaben
- • Schenkungen & Elterndarlehen
- • Erlös aus Immobilienverkauf
- • Lebensversicherungen (Rückkaufwert)
❌ Wird oft NICHT angerechnet
- • Geliehenes Geld (Konsumkredite)
- • Eigenkapital das < 3 Monate auf dem Konto ist
- • Nicht-liquide Aktiva (z.B. Oldtimer, Kunst)
- • Ausstehende Erbschaften (ohne Beschluss)
- • Eigenleistungen am Bau (Muskelhypothek) — nur bei manchen Banken
Wichtig: Banken wollen sehen, dass dein Eigenkapital schon einige Monate auf dem Konto liegt. Wer kurz vor der Finanzierung eine größere Summe überwiesen bekommt, muss erklären, woher sie stammt.
Wohnriester: Unterschätzter EK-Booster
Wer einen Riester-Vertrag hat, kann das angesparte Kapital steuerfrei für eine selbstgenutzte Immobilie einsetzen — und zwar schon ab dem ersten Monat der Einzahlung, wenn bestimmte Mindestbedingungen erfüllt sind.
Elterndarlehen & Schenkung: Was ist besser?
Viele Eltern helfen beim Eigenheim. Die Frage ist: schenken oder leihen?
Schenkung
- • Freibetrag 400.000 € pro Elternteil alle 10 Jahre
- • Darüber hinaus: Schenkungssteuer
- • Kein Rückzahlungsdruck
- • Banken akzeptieren es uneingeschränkt
Elterndarlehen
- • Schriftlicher Vertrag mit Mindest-Zins (~0,5%) nötig
- • Banken rechnen die Rückzahlung als Belastung an
- • Steuerlich: Eltern müssen Zinsen versteuern
- • Kann trotzdem günstiger sein als Bankzins
Wie lange muss Eigenkapital auf dem Konto liegen?
Die meisten Banken verlangen, dass das Eigenkapital mindestens 3 Monate nachweislich auf dem Konto liegt (sogenannte „Eigenkapitalherkunft"). Kontoauszüge der letzten 3 Monate gehören deshalb zu den Standardunterlagen beim Finanzierungsgespräch. Wer also noch spart, sollte das Geld frühzeitig auf das Konto legen, das er für den Nachweis nutzt.
Dein Eigenkapital prüfen
Trage deine Quellen ein und sieh sofort, ob du für eine Bankfinanzierung bereit bist.
Nächster Schritt
Baufinanzierung vergleichen — kostenlos & unverbindlich
Aktuellen Zinssatz für dein Vorhaben ermitteln. Ohne Schufa-Abfrage, in unter 2 Minuten.
Passende Ratgeber & Rechner